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Turniere und Meisterschaften


Landesmeister im Einzel und mit der Mannschaft (05.05.2018)

Am vergangenen Samstag, den 05.05.2018 war Tim Steiner bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften in Breisach. Gleich vorweg, er hat sich dort seinen 4-ten Landesmeistertitel in Folge geholt. Auch der Landesmeistertitel mit der Kampfgemeinschaft Mainhardt/​Ludwigsburg wurde nun zum zweiten Mal mit nach Mainhardt gebracht.

Die Kämpfe alle zu beschreiben wäre müßig, es sei nur so viel gesagt, Tim hat bei all seinen fünf Kämpfen im Einzel nur einen Punkt abgegeben, und 90% davon waren zudem noch vor der Zeit gewonnen. In den Teamkämpfen dann hatte er es mit einem Kaderathleten aus Esslingen zu tun, der normalerweise zwei Gewichtsklassen höher kämpft. Aber das ist ja gerade der Reiz in einem Teamwettkampf. Die Mannschaften setzten ihre Starter, und wenn man dann einen älteren, schwereren Kämpfer erwischt, ist das halt so. Aber auch hier zeigte sich das Tim wohl in Baden-Württemberg in einer eigenen Liga spielt. Der Kämpfer aus Esslingen wurde mit 9:1 Punkten fast schon deklassiert.

In den weiteren Teamkämpfen wurde Tim dann aufgrund seines großen Turnierpensums in den nächsten Wochen und Monaten geschont. Aber auch seine Ludwigsburger Mannschaftskollegen ließen keinen Zweifel daran, dass dieser Mannschaft in Baden-Württemberg nicht zu schlagen ist, und gewannen ihre verbleibenden Kämpfe souverän.

Vom 01. bis 03. Juni sind dann die Deutschen Meisterschaften in Erfurt, und Tim als auch die Kampfgemeinschaft Mainhardt/​Ludwigsburg haben dort gute Chancen Podestplätze einzufahren.

Die Karateabteilung gratuliert Tim und der KG Mainhardt/ Ludwigsburg ganz herzlich zu diesem Erfolg.


Mainhardter Nachwuchskarateka sehr erfolgreich beim Spraitbacher Spring Cup (29.04.2018)

Spring Cup in Spraitbach (29.04.2018)

Eine Delegation von 11 jungen Mainhardter Karatekas fuhr am Sonntag den 29.04.2018 nach Spraitbach, um sich in den Disziplinen Kata und Kumite mit Sportlern aus nah und fern zu messen.

Das Turnier war traditionsgemäß wieder so aufgebaut, dass in mehreren kleinen Gruppen auch für Wettkampfanfänger ein Podestplatz zu erreichen war. Das steigert die Motivation und auch das Selbstbewusstsein, auch an größeren, schwierigeren Turnieren Teilzunehmen.

Da wir an diesem Turnier nicht als Betreuer fungieren konnten, können wir zu den einzelnen Begegnungen leider recht wenig schreiben.

Deshalb hier gleich die Platzierungen der Kidis:

  • Burmeister Linda – Kata Mädchen 2004 -- Platz 3
  • Frey Lina – Kata Mädchen 2006 -- Platz 1
  • Schelhorn Marthe – Kata Mädchen 2006 -- Platz 2
  • Häfele Sabrina – Kata Mädchen 2006 -- Platz 3
  • Schumacher Finn – Kata Jungen 2007 --Platz 1
  • Schmidt Emma – Kata Mädchen 2009 -- Platz 1
  • Hirschberg Henri – Kumite 2003 -- Platz 1
  • Burmeister Linda – Kumite Mädchen 2004 -- Platz 3
  • Frey Lina – Kumite Mädchen 2006 -- Platz 2
  • Deneke Gregor – Kumite Jungen 2007 -- Platz 2
  • Hirsch Lukas – Kumite Jungen 2008 -- Platz 3
  • Schelhorn Malte – Kumite Jungen 2009 und jünger -- Platz 2
  • Schmidt Emma – Kumite Mädchen 2009 -- Platz 2
Ganz herzlich bedenken wir uns bei unseren 3 Betreuern, die die Kidis an diesem Sonntag gecoacht und betreut haben.

An alle Teilnehmer ein ganz großes Lob für euren Mut und eure gezeigte Leistungen. Wir sind sehr stolz auf euch!

Eberhard & Ina Steiner
VfL Mainhardt, Abteilung Karate

Bilderimpressionen (weitere Bilder sind in der Galerie)

Ein sehr großer Schritt für Tim Steiner, der nun für die Deutsche Junioren Nationalmannschaft kämpft (22.04.2018)

Nominierungsturnier für die olympischen Jugendspiele (22.04.2018)

Vor zwei Jahren gab es ja schon einen Bericht über den Deutschen Meistertitel von Tim Steiner im Sportkarate. Nachdem Tim nun 2017 "nur" Deutscher Vizemeister mit der Mannschaft wurde, haben wir von einem großartigen Bericht abgesehen.

In diesem Jahr allerdings hat Tim schon alle von ihm besuchten internationalen Turniere mit einem Podestplatz beendet, und wurde deshalb vom Bundestrainer Thomas Nitschmann zum Nominierungsturnier für die dritten olympischen Jugendspiele in Buenos Aires 2018 eingeladen.

Tim hat bei diesem Turnier, am vergangenen Sonntag, keinen Zweifel daran gelassen, dass es in Deutschland keinen besseren Junioren Kämpfer -68kg gibt. Alle Kämpfe auf diesem Turnier in Northeim (Niedersachsen) wurden von ihm souverän, meist vor der Zeit gewonnen, und er schaltete somit den gesamten Bundeskader in seiner Gewichtsklasse scheinbar mühelos aus.

Er wurde deshalb vom Bundestrainer für das Qualifikationsturnier der Jugendolympiade in Umag (Kroatien) nominiert. Dort kann er sich, eine Finalteilnahme vorausgesetzt, für die Olympischen Jugendspiele in Buenos Aires Argentinien qualifizieren.

Für Tim geht es nun in den nächsten 2 Monaten für drei Premier League Turniere nach Salzburg, Sofia und Umag. Im letzteren Turnier dann in Umag (Kroatien) kann er sich dann, eine Finalteilnahme in seiner Gewichtsklasse vorausgesetzt, für die diesjährigen Olympischen Sommer Spiele der Jugend in Buenos Aires in Oktober 2018 qualifizieren.

Tim, der mit seinen 16 Jahren nunmehr 5 davon investiert hat, einmal an einer Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft teilzunehmen, kann nun sogar das höchste Ziel eines Sportlers, eine Olympiateilnahme, erreichen. Und wer weiß, was da noch kommen wird...

Die Abteilung Karate des VfL Mainhardt ist unheimlich stolz auf Tim und wünscht ihm auf seinem "roadtoyoutholympicgames" viel Erfolg und Glück, denn auch das braucht man in dieser Liga.

Abteilungsleitung,
Eberhard & Ina Steiner

Internationaler Karate Wettkampf in Ludwigsburg (17.03.2018)

Beim diesjährigen BarockCup in Ludwigsburg, hatten wir eine enorme Steigerung der Teilnehmerzahlen. Hatten im letzten Jahr ca. 80 Starter die Titel unter sich ausgemacht, so waren es in diesem Jahr ca. 400.

Wir von der Karateabteilung waren mit 6 Sportlern vor Ort. Das Niveau war bei einer Landesmeisterschaft anzusiedeln, und so taten sich die meisten unserer Kämpfer doch recht schwer.

In der Kata-Disziplin waren für die unter 12-jährigen zwei Katas erforderlich, die jeweils im Wechsel gezeigt werden mussten. Unsere jüngste Kata Starterin, Marit Feger, staunte nicht schlecht, als sie ihre Kontrahentinnen teilweise hohe, sogar Schwarzgurt Katas vorführen sah. Marit, die mit den ersten zwei Schüler Katas ins Rennen ging, konnte sich allerdings aufgrund der Sauberkeit und des kraftvollen Ausdrucks ihrer Kata-Darbietung zwei Mal gegen ordentlich, aber nicht gut vorgetragene Braungurt-Katas durchsetzen. Hier haben die Schiedsrichter, unserer Meinung nach, richtig gehandelt und eine wirklich saubere Schüler Kata besser bewertet als eine hohe, aber schlecht vorgetragene Braungurt-Kata. In der dritten Runde allerdings war dann auch für Marit das Aus gegen eine wirklich toll vorgetragene Enpi (Braun Gurt Kata).

Unser zweiter Mini Kid Malte Schelhorn musste leider gleich in seinem ersten Kumite Kampf in diesem Jahr eine deutliche Niederlage hinnehmen und durfte auch aufgrund der großer Teilnehmerzahl in vier Pools somit auch nicht in die Trostrunde. Für ihn hieß es auch in diesem Turnier: Erfahrungen sammeln.

Jan Feger, ein relativ sicherer Kata Läufer, konnte leider in diesem Turnier gegen teilweise wirklich gut vorgetragene Braun- und Schwarzgurt Katas nichts ausrichten und schied relativ früh in der Kata Runde aus.

Auch bei Marthe Schelhorn lief die Kata Runde ähnlich schwierig, und auch sie konnte sich gegen die teilweise wirklich super vorgetragenen Turnier-Katas ihrer Kontrahentinnen, nicht durchsetzen.

In internationalen Kata Zirkus werden in dieser Niveaustufe eben hohe Katas vorausgesetzt, die unsere Kids als Breitensportler eben erst in 2-3 Jahren lernen und können müssen.

Auch im Kumite war der Niveauunterschied zwischen Spraitbach und Ludwigsburg, deutlich sicht- und spürbar. Sowohl Lina Frey, als auch Marthe und Jan konnten durchaus mit ihren Gegnern mithalten. Sie legten sogar immer mit einem oder zwei Punkte vor, verloren allerdings dann gegen Ende des Kampfes, wenn ihre Gegner aufgrund ihre größeren Erfahrungen dann den Druck deutlich erhöhten, die Nerven und verloren dann immer knapp mit einem Punkt Unterschied.

Nachdem nun die Mini Kids, Schüler und Jugend fertig waren, kämpfte Tim in seinem zweiten internationalen Turnier in diesem Jahr. Er war einer derjenigen Kumitekämpfer mit der meisten Erfahrung, und konnte so alle seine Vorrundenkämpfe und auch das Finale klar gewinnen, sogar ohne einen einzigen Gegenpunkt, die meisten sogar vor der Zeit.

Das hieß für ihn die Goldmedaille in der Junioren Kategorie bis -68kg.

Wir vom VfL Mainhardt sind sehr stolz auf alle unseren Kämpfer, und sind uns sicher, dass die Routine in so einem Turniergeschehen schon die halbe Miete ist. Das wird sich sicherlich bei unserem nächsten Wettkämpfen in Spraitbach und Maulbronn zeigen.

Abteilungsleitung Eberhard & Ina Steiner


Mainhardter Karateka erfolgreich auf dem Roba Kloster Cup in Maulbronn (14.10.2017)

Roba Kloster Cup in Maulbronn (14.10.2017)

Fünf Nachwuchs-Karatekas fuhren am Samstag, den 14.10.2017 nach Maulbronn um sich in den Disziplinen Kata und Kumite mit Sportlern aus ganz Baden-Württemberg zu messen.

Unsere sechste Sportlerin konnte leider nur als Betreuerin mitfahren, da sie sich im Schulsport vor ein paar Tagen einen Mittelfußknochen gebrochen hatte.

Der Roba Kloster Cup ist vom Niveau her ähnlich wie ein Regio Cup angesiedelt, also wie eine Süd- bzw. Ost-, West- oder Nord-Baden-Württembergische Meisterschaft zu werten. Danach kommt dann die Baden-Württembergische Meisterschaft.
Unsere 5 Teilnehmer von denen 2 allerdings noch blutige Anfänger waren, wurden vom Trainerteam gut auf dieses Turnier vorbereitet.

Unsere jüngste Teilnehmerin überraschte dann auch gleich zu Beginn der Veranstaltung mit ihrer Kata-Darbietung. Im Vergleich zu ihren Gegnern waren Marit Fegers Katas teilweise bis zu 2 Klassen besser als die der Konkurrentinnen. Marit hat sich dann auch nach 4 wirklich optimalen Kata-Läufen die Goldmedaille bei den Mini Kids Mädchen redlich verdient.

Unser schon etwas erfahrenes Kata-Mädchen Sabrina Häfele startete als nächstes bei den Schülerinnen ab 6. Kyu. Gleich zu Anfang bekam Sabrina etwas große Augen, als sie die Kata Darbietung ihrer ersten Konkurrentin beobachtete. In Maulbronn werden nicht nur Shotokan Katas, sondern auch diejenigen von anderen Stilen, sprich: Goju Ryu, Wado Ryu, Shito Ryu gezeigt. Für uns Shotokaner sind diese Katas natürlich sehr schwer zu beurteilen, da wir diese nicht kennen. Bei Sabrinas Gegnerin allerdings war allen aufgrund von Körperspannung, Timing und dem kraftvollen Ausdruck schnell klar, die macht das nicht zum ersten Mal. Sabrina verlor deshalb auch diese erste Runde, und musste auf ein Weiterkommen in der Trostrunde warten. Auch die nächste Gegnerin dieser Kata Spezialistin hatte dieser nicht viel entgegen zu setzen, konnte sich aber aufgrund der höheren technischen Schwierigkeit ihrer Kata den Platz im Finale sichern. Nun mussten die Verlierer der Begegnungen der zwei Kata Cracks, den dritten Platz unter sich ausmachen. Sabrina Häfele, die dann wirklich gut war, gewann alle ihre weiteren Kämpfe wirklich deutlich und sicherte sich somit unangefochten den dritten Platz. Beim nächsten Turnier statten wir Sabrina mit einer technisch höherwertigen Kata aus, und schauen, ob sie im Kata Zirkus in Baden-Württemberg auch noch weiter oben mitspielen kann.

Unser jüngster Starter hatte sich für die Kumite Disziplin Mini Kids Jungen gemeldet, und war daran sein erstes Turnier zu bestreiten. Nachdem ihm ein doch etwas erfahrenerer Kämpfer den Schneid abkaufte und ihn zu Null besiegte, sah man Malte Schelhorn die Überforderung förmlich an. Im zweiten Kampf allerdings taute Malte dann auf, setzte die Zurufe seines Coaches um, und konnte so seinen zweiten Gegner doch recht klar besiegen. Beim dritten Kampf allerdings traf er dann wieder auf einen erfahrenen Kämpfer, der Malte zudem auch noch von der Körperstatur recht überlegen war. Auch dort musste Malte den Tribut des Anfängers zahlen, und verlor deutlich. Allerdings sei gesagt, auf so eine Kampffläche muss man erst mal gehen, sich einem Gegner stellen, von den man nicht ganz genau weiß, dreht der mich jetzt durch den Wolf, und wird das jetzt vielleicht gleich richtig weh tun? Malte hatte diese Größe und hat sich unserer Meinung nach wirklich recht gut verkauft. Die Anzahl der Turniere wird es bringen.

Auch Marit Feger, die bei den Mini Kids Mädchen startete, konnte ihren furiosen Durchmarsch bei der Kata Disziplin im Kumite nicht wiederholen. Aufgrund ihrer fehlender Erfahrung, konnte sie leider beim Kumite weniger ausrichten.

Bei ihrem älteren Bruder Jan Feger lief es an diesem Tag nicht ganz so gut. Nach einem relativ frühen Ausscheiden in der Kata Disziplin waren leider auch die Trostrundengegner zu stark, und Jan konnte leider in der Disziplin Kata nicht punkten. Allerdings muss auch hier gesagt werden, der ausrichtende Verein "züchtet" Kata Spezialisten, und Jan ist eben kein Anfänger, und die Gegner in seiner Klasse natürlich auch nicht.

Im Kumite allerdings sah es dann anders aus. Seinen ersten Kampf gewann Jan absolut überlegen, und hätte, hätte er den nächsten gewonnen, den Einzug ins Finale geschafft. Leider wurde dieser wichtige Kampf knapp verloren, und Jan musste in die Trostrunde. Hier warteten allerdings fast mehr Teilnehmer als in seinem Pool, da die Trostrunde mit beiden Pools zusammen ausgetragen wurde. In dieser Trostrunde kämpfte Jan dann wirklich fantastisch und konnte alle Kämpfe bis zum kleinen Finale souverän gewinnen. Auch im Kampf um Platz drei, Jan hatte zwischenzeitlich einen 0:2 Rückstand erfolgreich aufgeholt, und in eine Führung umgewandelt. Leider versagten ihm dann die Nerven, und sein Gegner holte sich die Führung zurück und gewann somit glücklich. Wir sind allerdings der Meinung, Jan hat trotz des Verpassens des Podestes hier seine bisher beste Leistung auf einem Kumite Turnier gezeigt hat und auch von ihm werden wir in Zukunft sicherlich auf dem einen oder anderen Turnier noch hören.

Zum Schluss kämpfte dann Marthe Schelhorn, eine schon etwas erfahrene Kämpferin. Auch sie dominierte ihre erste Gegnerin und zog ohne Probleme in die zweite Runde ein. Im zweiten Kampf allerdings kam sie mit ihrer Gegnerin überhaupt nicht zurecht, und verlor deshalb auch deutlich nach Punkten. Das hat Marthe natürlich gar nicht geschmeckt! Diesen Frust allerdings schaffte sie in der Trostrunde in Willen und Energie umzuwandeln, und holte sich dort unangefochten die Bronzemedaille.

Ganz herzlich möchten wir uns noch bei unserer "verletzten Sportlerin" Ida Buchner bedanken, die an diesem Tag hervorragend als Coach und Betreuerin fungiert hat. Ein regelkonformer Wettkampf wäre sonst für die Mainhardter nicht möglich gewesen, da Ina Steiner als Kampfrichterin zu den Kata Events abbestellt wurde, und somit nur noch Eberhard Steiner als Coach und Betreuer hätte fungieren können. Wenn allerdings zwei Starter auf verschiedenen Matten kämpfen, muss jeder einen Coach, bzw. Betreuer hinter sich haben, da der Sportler sonst nicht starten dürfte, was die Disqualifikation bedeuten würde.

Noch einmal ganz herzliche Gratulation an alle Teilnehmer und Gewinner... Wir sind sehr stolz auf euch!

Eberhard & Ina Steiner

Bilderimpressionen (Weitere Bilder sind in der Galerie)


Tim Steiner holt Silber auf dem offenen Berliner Banzai Cup (07.10.2017)

Tim Steiner holt Silber auf dem offenen Berliner Banzai Cup (07.10.2017)

Der Banzai Cup ist mit rund 1500 Athleten das größte internationale Karatenachwuchsturnier in Deutschland. Wer hier Podestplätze erzielt, gehört meist schon einer europäischen Nationalmannschaft an oder ist auf dem Sprung dorthin. Auch für unseren deutschen Nachwuchskarateka war es das Qualifikationsturnier für die Junioren Europameisterschaft 2018 in Sotchi/Russland. Außerdem werden in Berlin junge Karatetalente für die Aufstockung des Nationalkaders gesichtet. Für Tim, der in diesem Jahr auf allen großen internationalen Turnieren zumindest im Finale gestanden hatte, ging es um viel.

Im ersten Kampf hatte es Tim mit einem Dänen zu tun. Von Anfang an von Tim unter Druck gesetzt, bekam dieser "nie Luft", und wurde so von Tim in 2 min. mit 6:0 niedergekämpft.

Danach wartete mit einem Letten schon eine ganz andere Hausnummer auf unseren Mainhardter. Mit vielen Einsätzen in der Lettischen Nationalmannschaft verfügte dieser über viel internationale Erfahrung. Tim war davon völlig unbeeindruckt, was auch seine momentane Klasse bestätigt, und "putzte" auch diesen mit 5:1 deutlich weg.

Danach in den Finalrunden war dann Schluss mit lustig. Welt und Europameister könnten nun seinen Weg kreuzen.

Genau das geschah dann im Halbfinale. Tim stand vor einem Niederländischen Nationalmannschaftsmitglied, das sowohl in der Jugend als auch bei den Junioren schon internationale Titel nach Holland geholt hatte. Zum ersten Mal in diesem Turnier zog der Holländer nach anfänglicher 1:0 Führung für Tim mit 1:2 an diesem vorbei. Nun hieß es in einen anderen Gang schalten. Das tat Tim dann auch. Zur Verwunderung des Holländers holte sich Tim nach dem Ausgleich auch die 3:2 Führung zurück. Der Holländer wurde aufgrund der drohenden Niederlage äußerst verbissen. Er versuchte mit allen möglichen Tricks das Ruder noch einmal herumzureißen und kassierte deshalb auch etliche Ermahnungen und Strafen vom Schiedsrichter. Als Tim dann auch noch 2 Punkte für einen wunderschönen Fußtritt zum Rücken des Holländers bekam, war dessen Niederlage so gut wie besiegelt. Diese Tatsache konnte der Niederländer nicht akzeptieren, verlor die Nerven, packte Tim am Revers, und verpasste ihm einen unerlaubten Kopfstoß. Tim hatte eine blutige Cut unterm Auge, und ihm wurde langsam klar, dass er hier Athleten aus der europäischen Spitzenklasse aus dem Rennen warf. Allerdings hätte er nicht mit so viel Unsportlichkeit gerechnet. Der Holländer wurde dann auch auf der Stelle disqualifiziert und Tim zum Sieger erklärt, den er nach Punkten sowieso eingefahren hätte. Tim ging also recht nachdenklich ins Finale.

Dort wartete ein Belgier, WM und EM erfahren, und mit dem unbedingten Willen dieses Turnier zu gewinnen. Der noch etwas vom Halbfinale verklärte Tim schlief in der Anfangsphase und kassierte auch prompt einen Tritt zum Kopf. Den 0:3 Rückstand rannte Tim zwar tapfer hinterher, konnte den Belgier allerdings nie richtig gefährden. Als Tim dann nach einem unabsichtlichen Tritt in den Unterleib KO ging war der Ofen aus! Tim kämpfte zwar die restliche Zeit herunter, aber an ein Drehen des Kampfes war nicht mehr zu denken.

Der Belgier gewann den Kampf und somit das Turnier. Trotzdem sind wir unheimlich stolz auf Tim, er ist bester Deutscher auf diesem Turnier! Alle deutschen Nationalkaderathleten sind bereits in der Vorrunde teils sogar kläglich gescheitert. Nach seiner international starken Serie 2017 wäre es für den Bundestrainer nun die logische Konsequenz Tim in den Bundeskader zu berufen.

Eberhard & Ina Steiner


Die Kampfgemeinschaft Mainhardt/Ludwigsburg mit Tim Steiner wird in Erfurt Deutscher Vizemeister (10.-11.06.2017)

Tim Steiner - Deutscher Vizemeister (10.-11.06.2017)

Tim musste nach seinem Einzel auch noch für die Kampfgemeinschaft Mainhardt/​Ludwigsburg auf die Matte. Trotz eines unglücklichen Ausscheidens im Einzel, welches nicht für alle nachvollziehbar war, zeigte Tim Professionalität und Willensstärke und konnte seine Teamwettkämpfe alle bis zum Teamfinale souverän gewinnen. Nachdem sein in der U-21 Klasse startender Kaderkollege, welcher auch im Bundeskader nominiert ist, den ersten Final Team Kampf gegen Banzai Berlin gewonnen hatte, war nun als zweiter Kämpfer Tim an der Reihe. Tim konnte nach den schon oben erwähnten Debakel seine Fokussierung in diesem Team Finale nur schwer halten und musste bei dem zugegeben sehr gut kämpfenden Berliner ein ums andere Mal den Punkten "nachrennen". Aus Tims vergangenen Kämpfen, wissen wir ja, dass Tims Spiel eher die Verteidigung einer Führung ist, anstatt einem Punkterückstand hinterher zu laufen. Bei einer Kampfzeit von noch 10 Sek. gelang Tim zwar ein sauberer Fußtritt zum Kopf, welcher aber leider nicht gewertet wurde. Somit blieb ihm auch der Titel mit dem Team verwehrt.

Allerdings muss man sagen, dass die Jungs hier auf einer Deutschen Meisterschaft waren und eine Vielzahl von Teams hinter sich gelassen haben. Trotz aller Widrigkeiten wurden sie Deutscher Vizemeister. Wir glauben, dass dies der größte Erfolg einer Mannschaft des VfL Mainhardt in dessen Vereinsgeschichte ist.

Wir gratulieren deshalb Tim und der Kampfgemeinschaft Mainhardt/​Ludwigsburg ganz herzlich zum Deutschen Vizemeister-Titel!

Eberhard & Ina Steiner
VfL Mainhardt, Abteilung Karate


© VfL Mainhardt / Letzte Aktualisierung am 06.05.2018